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- die Dieselmodelle 200 D bis 240 D 3.0 (W 115)
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200 D UND 220 D
Gegen Ende der sechziger Jahre ist der Personenwagen-Dieselmotor dabei, sich zu emanzipieren, sich vom Nutzfahrzeug-Status zu lösen, endlich salonfähig /.u werden. Der heute selbstverständliche Auttritt der überholspurgewohnten, schwarzen Lifestyle-Business-Kombis mit Direkteinspritzung in Common-Rail-Technik wird Anfang 1968 mit der Strich-Acht-Reihe-sanft eingeläutet - zunächst allerdings noch ganz althergebracht, mit Vorkammereinspritzung und zwei Ventilen pro Zylinder, aber mit viel Komfort und vor allem mit einem zwar zurückhaltenden, aber nicht zu übersehenden Start ins Diesel-Leistungsbewußtsein.
In der Modellreihe W l 15 beginnt die Diesel-Genealogie mit den Modellen 200 D und 220 D, die beide von den Varianten des neuen OM 615 - die Codebezeichnung »OM« leitet sich seit den dreißiger Jahren vom überkomme-nen Begriff »Oel-Motor« ab -, der aus dem OM 621 der Flossengeneration entwickelt wurde, vorwärtsbewegt werden. Die Zweiliter-Version erscheint auf den ersten Blick mit dem Vorgängertriebwerk mit ebenfalls fünffach gelagerter Kurbelwelle identisch und gibt auch die gleiche Leistung - 55 PS bei 4.200/min - ab, ist aber im Innenleben gründlich überarbeitet worden. Vor allem die ohnehin beträchtliche Lebensdauer und die bereits tadellose Standfestigkeit sollten angehoben werden. Dafür sorgt ein stählerner Ringträger an den Leichtmetallkolben, dessen obere drei Kolbenringe nun molybdänvcredelt sind. Die Nocken-Gleitbahnen und die Ventil-Schlepphebel wurden verbreitert, um die Lebenserwartung des Ventiltriebs zu steigern. Aus Gründen optimierten Wärmehaushalts wurde die Vorkammer neu konzipiert. Vor allem aber erhielt der Ventiltrieb einen neuen Kettenspanner: Eine gebogene, teflonbeschichtete Gleitschiene ersetzt das Spannrad und senkt den Geräuschpegel. Das maximale Drehmoment des 200 D wird bei einer Nenndrehzahl von 2.400/min mit 11,5 mkg angegeben. Eine modifizierte Motoraufhängung unterdrückt die beim Dieselmotor so lästigen Schwingungen. Das arttypische »Nageln« ist im Innenraum nur noch verhalten wahrnehm-
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bar. Der im 40.000-Kilometer-Dauertest eines von der Zeitschrift mot gefahrenen 200 D ermittelte Durchschnittskonsum von 10,76 1/100 km dürfte heute nicht mehr als arttypisch durchgehen, zumal eine protokollierte Verbrauchsspitze von l 5,3 1/100 km für dieses doch wenig leistungsbetonte Triebwerk als geradezu anstößig gelten würde.
Die konstruktiven Elemente des 200 D sind natürlich auch bei der 2,2-Liter-Version des OM 615 zu finden. Der größere der beiden Selbstzünder gründet auf dem unterquadratischen 2,2-Liter-Vergasermotor des 220, weist dementsprechend dessen Zylinderabmessungen auf und gibt bei 4.200/min 60 PS ab. Was dem Benzinmotor eher zum Nachteil gereicht, wirkt sich beim Diesel als eindeutiges Plus aus: Die lang-hubige Auslegung bringt einen verbesserten Durchzug mit sich, ohne in die Gefahr zu hoher
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Im Gegensatz zur Vorgängerreihe
hat der Diesel-Kunde bei der Bau- reihe W115 die Wahl: Zunächst stehen zwei, ab Sommer 1973 sogar vier D-Modelle zur Ent- scheidung. |
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