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ihren Ausgang heim M 130 des 280 S/SE, obwohl von dieser Erbmasse nicht mehr viel zu erkennen ist. Auf die Verwandtschaft deuten die gleichmäßigen, engen Zylinderabstände hin, deren thermische Bewältigung man fest im Griff hat. Dennoch wurde die Bohrung leicht — von 86,5 auf 86,0 Millimeter - zurückgenommen. Der bei unverändertem Kolbenhub (78,8 Millimeter) daraus resultierende Hubraum belauft sich auf 2.746 cm*. Die Kurbelwelle läuft entsprechend ihrer Abstammung in sieben Gleitlagern, besitzt aber zur Optimierung der Laufruhe zwölf statt der ursprünglich acht Gegengewichte und aus gleichem Anlaß einen Zweimassen-Schwingungsdämpfer, der aus einer Stahlscheibe mit Hartgummikern besteht und selbst feinste Vibrationen tilgt. Der Block ist im Sinne der veränderten Motorcharakteristik eines Hochleistungstriebwerks durch Rippen und Verstärkungsstege zusätzlich versteift. Beide Motoren sind im Verhältnis 9,0: l verdichtet und vertragen das nun bleiärmere Superbenzin, dessen Klopffestigkeit um zwei Oktanzahl-Punkte auf ROZ 97 abgenommen hat.
Die Gemischaufbereitung der beiden dohc-Motoren vollzieht sich ebenfalls auf neuen Wegen: Der 280 wird von einem neuentwickelten Solex-Doppel-Registervergaser der Bauart 4A1 versorgt. Dessen erste Stufe entspricht einem
herkömmlichen Festdüsenvergaser mir Startautomatik. In der zweiten Phase schaltet sich durch den Unterdruck im Saugrohr eine Gleichdruckstufe selbsttätig zu. Sie arbeitet im weitesten Sinne nach dem Prinzip des von den Vierzylindern her bekannten Stromberg 175 CDT: Der Lufteintrittsquerschnitt wird hier durch eine mechanisch gesteuerte Luftdrossel verändert.
Der 280 E ist - wie am Suffix der Typenbe-zeichnung zu erkennen - ein Einspritzer. Er ist mit der von Bosch entwickelten D-|etronic ausgerüstet - einer antriebslosen, lediglich von einer elektrischen Benzinpumpe im Wagenheck unter Druck gesetzten, elektronisch gesteuerten Saugrohreinspritzung. Diese erste für die Großserie geeignete Bauart einer elektronischen Benzineinspritzung ist nichts Neues - wenn sie auch mit allen ihren Unzulänglichkeiten und Überra-schungseffekten immer noch in den Kinderschuhen steckt. Eine Vorreiterrolle spielte die damit aus Gründen der Abgas-Konformität ausrüstete, 1967 in Serie gegangene USA-Exportversion des Volkswagen 1600 (Typ 2). Als Nummer zwei folgt im Mai 1969 ein Stern — der 250 CE aus der Familie der Strich-Acht-Coupes, von denen noch ausführlich die Rede sein wird. Nach der Nummer drei - dem beim Pariser Salon 1969 vorgestellten, ab September 1969 ge-
280 und 280 E werden nicht
selten mit den als Sonderausstat-
tung lieferbaren geschmiedeten
Leichtmetallrädern ausgeliefert.

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