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male Drehmoment ist von 20,3 auf 22,0 mkg geklettert und wird vor allem um 400 Umdrehungen früher erreicht: bei 3.200/min. Im Mai 1972 erhalten auch die 250er für den Inlandsmarkt die 2,8-Liter-Maschine. Analog zu den gleichzeitig eingeführten, über dem 250 plazierten Typen 280 und 280 H wird der Tankinhalt von 65 auf 78 Liter und der Durchmesser der vorderen Bremsscheiben um fünf Millimeter vergrößert.
280 UND 280 E
Ihre endgültige Krönung erfährt die Limousinen-Reihe der Neuen Generation im Mai 1972, als die Topmodelle 280 und 280 E an den Verkaufsstart gehen. Kernstück dieser »Mercedes für BMW-Fahrer« - wie eine Fachzeitschrift schreibt - ist ein hochmoderner Zwei-Nockenwellen-Sechszylinder, der zwar auf der bisherigen Triebwerksfamilie gründet, mit ihr aber nur noch wenig gemein hat. Die beiden dohc-Moto-ren sind vor allem für die im September 1972 vorgestellte, erstmals offiziell als S-Klasse bezeichnete Oberklasse-Nachfolgegeneration W 116 bestimmt und tragen den Entwicklungscode M 110. Äußerlich sind diese sporti-ven Strich-Acht-Spitzenmodelle an den - analog zu den im Frühjahr 1969 erschienenen Coupes - bis zu den rückwärtigen Radausschnitten vorgezogenen hinteren Stoßstangen zu erkennen. Bei genaucrem Betrachten gibt es noch ein weiteres Indiz, daß man einen Zwohundertachtziger vor sich hat - die Billigeren Gürtelreifen in der Dimension 185 HR 14, aufgezogen auf 6-Zoll-Felgen (übrige Modelle: Felgenbreite 5'/.' Zoll). Für die 280er sind erstmals als Son-derausstattung Leichtmetallrader lieferbar - die formschönen, filigranen Fuchs-Schmiederäder.
Die Abrundung der Modellreihe W 114/115 nach oben ist im technologischen Nachholbedarf des Mcrcedes-Benz-Motorenbaus begründet: Hinsichtlich Laufkultur und Leistungsaus-beute sind die vom Konzept her in die Jahre gekommenen Sechszylinder ins Hintertreffen geraten. Dazu kommen zunehmend thermische Probleme durch das gestiegene Reisctempo und das Abverlangen hoher Dauerleistungen auf Autohahnen und Schnellstraßen. Die gemäß dem 1971 verabschiedeten Benzinbleigesetz für das Jahr 1972 bevorstehende Reduzierung des als »Klopfbremse« füngierenden Bleitetraäthyl-Additivs im Tankstellenbenzin auf 0,4 g/l trug ihren Teil zur Besorgnis bei Autofahrern und Technikern bei. Glücklicherweise stellen sich die meisten Befürchtungen als gegenstandslos heraus, so daß man der für Januar 1976 vorgesehenen zweiten Stufe der Bleiminderung auf 0,15 g/l gelassener entgegensehen kann.
Die nun auch für Deutschland und einige europäische Exportländer zu erwartenden restriktiver werdenden Abgasvorschriften und im Zusammenhang damit eine befürchtete Verminderung der Kraftstoffqualität bedingten ebenfalls deutliche Reaktionen im Triebwerkbau. Die 1969 begonnene Entwicklung eines neuen Sechszylinders mußte deshalb forciert werden.
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Die lange Heckstoßstange streckt den 280er optisch.
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Längs- und Querschnitt durch den dohc-Sechszylinder M 110.
Der M 110 fies 280 /:' mit Leichtnietitll-Zytinderkopftind D-Jetronic.
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