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Vorserien-Exemplar des 250 im
Spätsommer 1967 bei der
Erprobung auf Sizilien.

250/8 an der Nordsee.
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Charakteristisch ist sein aggressiver Auspullton bis hin zu einem heiseren Bellen beim vollen Beschleunigen, der vor allem den Insassen mehr Sportlichkeit vermittelt, als dem 230 in die Wiege gelegt wurde. Viermal wird der 230 von auto motor und sport getestet, einmal davon im Dauertest. Die jeweils ermittelte Höchstgeschwindigkeit für die serienmäßige manuelle Viergang-Ausführung schwankt zwischen 171,5 und 180,0 km/h. Die Standard-Beschleunigungszeit ist mit 13,0 bis 13,5 Sekunden homogener. Die aus der Sonderausstattungsliste komponierte Automatikversion - noch wird die hydraulische Kupplung dem zunächst kräftezehrenden Drehmomentwandler vorgezogen -benötigt für diese Disziplin lasche 17,1 Sekunden. Die Testverbräuche nehmen im Laufe der Jahre ab-von 17,5 1/100 km auf 15,8 1/100 km, wobei die gemessenen 16,9 l/100 km für die Au-tomatik-Ausführung als durchaus angemessen erscheinen.
An Modellpflegemaßnahmen nimmt der 230 lediglich im Rahmen allgemeiner Verbesserungen innerhalb der laufenden Serie oder umfang-
BMW-Sechszylinder, der sozusagen vor der Tür steht - er wird im Herbst 1968 eingeführt -, wird da einiges besser können. Er muß aber auch erst seine Standfestigkeit unter Beweis stellen. In diesem Fach sind die Untertürkheimer Sechszylinder bekanntermaßen unbestrittene Vorbilder.
Die aufwendige Gemischversorgung durch zwei mächtige, im großen und ganzen, zwar zuverlässige, aber nicht einfach einzuregulierende und im Katastrophenfall neu nur sündhaft teuer zu beschaffende Zenith-Fallstrom-Registervergaser der Type 35/40 INAT mit Startautomatik ist beibehalten worden. Dagegen weist die Nockenwelle zur Veränderung der Steuerzeiten eine neue Profilierung auf, um den Dreh-momentverlauf im unteren Drehzahlbereich zu verbessern. Analog zu den Vierzylindern erhält jeder Kolben zur Vcrschlcißminderung drei molybdänveredelte Kolbenringe. Die Motorleistung wird unverändert mit 120 PS bei 5.400/min angegeben. Damit ist der 230 kein langsames Auto, aber im Kreise seiner Mitkonkurrenten auch nicht gerade eine Straßenrakete.
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