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großzügig bemessenen Vierrad-Scheibenbrem-sen der Überklasse-Baureihe W 108 Platz - die Amtsvorgänger hatten an den Hinterrädern noch Trommeln. Der Unterdruck-Bremskraft-verstärker wurde gegenüber den »Flossen« vergrößert. Diese Maßnahme erleichtert spürbar die Dosierbarkeit. Die Bremsen der Strich-Acht-Typen erweisen sich dank ihrer reichlichen Di-mensionierung als besonders standfest und alpentauglich. Warum man aber bei der überholten Zwei-Kreis-Anordnung mit getrennten Bremskreisen für Vorder- und Hinterräder geblieben ist, läßt sich nicht ohne weiteres nachvollziehen. Die bei einigen Herstellern bereits übliche Zwei-plus-eins-Gruppierung - zwei vordere Bremskreise zusammen mit jeweils einer der Hinterradbremsen — wäre für den zwar unwahrscheinlichen, aber immerhin theoretisch möglichen Notfall die sicherere Lösung gewesen. Die umstrittene, da per Fuß zu betätigende
Feststellbremse wirkt als Duo-Servo-Innen-backenbremse auf zusätzliche Trommeln an den hinteren Bremsscheiben und stellt sich bei der zweijährlichen Hauptuntersuchung als Stein häufigen Anstoßes heraus, da die übertragenden Seile und Hebel ständig festgehen und dadurch in weit überdurchschnittlichem Maße einseitige Wirkung zu bemängeln ist.
Waren schon die flossigen Vorgänger mit ihrer perfektionierten Schwingachse zumindest bei trockener Fahrbahn ausgesprochen fahrsichere Autos, so repräsentieren die Strich-Achter nochmals einen Quantensprung: Dem absolut neutralen Fahrverhalten kann allenfalls eine moderate Neigung zum Unrersteuern eingeräumt werden. Diese selbst im Extremfall noch ziemlich gutmütige Reaktion birgt auch für wenig begabte Chauffeure hohe Sicherheitsreserven, ist aber — anders als bei BMW - nicht gerade als sportive Auslegung zu betrachten. Das Heck
55 Pferdchen im Schnee -
ein 200 D, Modell 1969.

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