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sechziger Jahren weltweit wiedercntdeckte Sportlichkeit im Automobilbau /.u verstehen. Immerhin läßt sich damit der gewohnt hakelige Rückwärtsgang der Lenkradschaltung vermeiden. Auch beim Wählhebel des als Sonderausstattung erhältlichen Automatikgetriebes kann zwischen diesen beiden Positionierungen gewählt werden. Neu ist beim Schaltgetriebe auch die Verriegelung des Rückwärtsganges, der nun nicht mehr gegen Federdruck, sondern durch Hochziehen des Schalthebels eingelegt wird.
Nahezu als sensationell wird die bei der Baumusterfamilie W 114/115 erstmals verwendete Fuß-Feststellbremse gesehen: Die bisherige Stock-Handbremse wurde von einem ganz links im Fahrerfußraum angeordneten Pedal abgelöst, das höhere Betätigungskräfte erlaubt als die bisherige Handhabung und auch bei angelegten Sicherheitsgurten bequem bedient werden kann. Das Lösen der Feststellbremse geschieht mit einem links an der Armaturenanlage plazierten Zugknopf. Diese bei amerikanischen Wagen -die mehrheitlich Automatikgetriebe besitzen -längste eingeführte Bauart stößt prompt auf herbe Kritik, bei der sich die Fachpresse keineswegs zurückhält: Während diese Fußbetätigung bei den vergleichsweise selten georderten Automatikwagen als sinnvoll empfunden wird, gilt sie bei »Schaltwagen« als unpraktisch und für weniger routinierte Fahrer als stark gewöhnungsbedürftig. Daß durch die fehlende Dosier-barkeit beispielsweise das Anfahren an einer Steigung nicht wenigen Strich-Acht-Lenkern Probleme in Form unkontrollierten Zurückrol-
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lens bereiten konnte, ist durchaus denkbar. Ein Bemühen um gesteigertes Fingerspitzengefühl und ein bißchen Übung dürften aber in den allermeisten Fällen zu einem praxisgerechten Beherrschen geführt haben. Als zusätzliches, nicht ohne weiteres von der Hand 7.11 weisendes Minus gilt die Tatsache, daß die Feststellbremse im Notfall weder durch schnellen Zugriff von außen - beispielsweise bei fahrerlos rollendem Wagen - noch vom Beifahrer erreicht werden kann.
Die Ablehnung der Fuß-Feststellbremse hält sich beharrlich über Jahrzehnte hinweg: Als im Herbst 1982 die erste Mercedes-Kompaktreihe W 201 vorgestellt wird, jubelt das Volk: Die Hundertneunziger haben einen konventionellen, sportiven Handbremshebel am Mitteltunnel. Diese Abweichung von der konstruktiven Linie der Untertürkheimer Konstrukteure wurde allerdings von rein raumökonomischen Gesichtspunkten diktiert: Im engen Fahrer-fußraum des »Baby-Benz« ist einfach kein Platz für ein weiteres Pedal. Zu früh gefreut: Schon beim zur C-Klasse mutierten 190-Nachfolger W 202 wird das geparkte Auto wieder per Pedal gesichert - wie seit den Strich-Achtern unverändert bei sämtlichen Baureihen und Generationen der gehobenen Mittel- alias E-Klasse. Kundschaft und Fachblätter nehmen die Bauart der Feststellbremse längst nicht mehr zur Kenntnis. Die Gewöhnung scheint vollzogen - oder setzt sich die derzeitige Generation von Merce-des-Eignern aus bewußteren Autofahrern zusammen als jene vor dreißig Jahren?
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W 115-Taxi mit Konsolen-
Montage von Funkgerät und Taxameter. |
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