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dacht nicht los, die nüchterne Einrichtung sei eine Folge konsequenter Rationalisierung: Die Wohnlichkeit des Innenraums leidet ollenkundig unter Sparmaßnahmen, die möglicherweise dem kaufmännischen Ausgleich der aufwendigen Fahrwerks-Neuentwicklung dienen.
Die Sie/anläge verkörpert - der Tradition des Hauses entsprechend - eine der herausragenden Stärken der Wagen. Die Konturierung ist anatomisch gut durchdacht - auch wenn die Seitenführung etwas ausgeprägter sein könnte -, die Polsterung gewohnt hart und die Sitzflächen sind vorne wie hinten mit jeweils 47 Zentimeter Länge relativ großzügig bemessen. Im Gegensatz /.u den folgenden Generationen stimmt die Oberschenkelauflage auch für größergewach-sene Personen noch — erst die vieräugigen Urenkel des Jahrgangs 1995 können in dieser letztlich wahre Langstreckentauglichkeit bekundenden Disziplin wieder gleichziehen, Zu dieser Stärke, die zwangsläufig längere Kontakte /.wischen Körper und Gestühl bedingt, tragen auch die atmungsfähigen Bezüge der Sitzflächen bei. Der riesige Verstellbereich der Vordersitze der Strich-Achter wird sowohl zierlichen Personellen als auch Übernorm-Hünen gerecht. Vorne sind ausschließlich Einzelsitze lieferbar, die gegen Aufpreis mit Liegesitzbeschlägen ausgerüstet werden können. Ab Februar 1969 zählt dieses Extra bei den Sechszylindern zur Basisausstat-tung, ab September 1972 auch beim Rest der Palette. Die bereits bei den »Flossen« mögliche Sonderausstnüung der durchgehenden, rutschigen Vordersitzbank ä l'americaine ist noch immer zu finden und wird erst im März 1973 aus dem Programm genommen. Wer auf Großfami-lien-Transportkapazität angewiesen ist, kann den Sechssitzcr-Status auch auf andere Weise erreichen: Aus der Sonderausstattungsliste kann -sofern der Wagen mit der wahlweise lieferbaren Lenkradschaltung und der Option der klappbaren vorderen Mittelarmlehne bestellt wurde -auch ein zwischen den Vordersitzen einschiebba-res Zwischenpolster geordert werden. Die Rücksitzbank ist dagegen breit genug, um auch bei längeren Fahrten drei Erwachsene weitgehend entbehrungsfrei unterzubringen. Bei der Besetzung des Fonds mit zwei Personen wird die Behaglichkeit durch eine breite, ausklappbare Mit-telarmlchne gesteigert.
Polsterbezüge und Federkerne sind wie eh und je bei Daimler auf lange Lebensdauer ausgelegt. Zum Serienanlauf gibt es die Stoffbezüge der Serienausstattung jeweils in acht Farbtönen im Dessin »Mosaik« für die Typen 200 bis 230 und mit Fischgrat-Muster für das vorläufige Topmodell 250. Das Angebot der aufpreis-pflichtigen, als »MB-Tex« bezeichneten Kunstledervariante enthält elf Farbtönc. Es geht aber noch edler und kostspieliger: Die an der Sitzfläche perforierten Lederbezüge sind in ebenso-viclcn Nuancen erhältlich. Für die im Mai 1972 erschienenen Spitzenmodelle 280 und 280 E gibt es als weitere Sonderausstattung auch die schon recht edel wirkende Velours-Polsterung, die ab Anfang 1975 auf Sonderwunsch auch für die übrigen Modelle erhältlich ist.
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Im Gegensatz zur kreuzbraven, eher kärglich gearteten Basis-Innenarchitektur der Strich-Achter gibt es bei einigen Bedienungselementen schon prägnantere Neuerungen zu vermelden: So kann der Sirich-Acht-Aspirant bei der Betätigung des Vicrgang-Getriebes - ohne Preisunterschied - zwischen der von der Flossen-Generation her gewohnten Lenkradschaltung und einer als »besonders präzise und leichtgängig« angepriesenen Stockschaltung in Wagenmitte wählen. Das Schema »Four on die floor« ist wohl als hauchfeine Konzession an die in den
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In der Polsteret war noch ein
hoher Anteil von Handarbeit vonnöten: Einbau der hinteren Mittelannlehne. |
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Interieur des ab Werk als »Paket«
lieferbaren Sirich-Acht- Taxi. |
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