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ansieht wirken die Wagen mit ihrem nahezu symmetrisch aufgesetzten Pavillon mit großen Fensterflächen - die Glasfläche hat gegenüber den Vorgängern um elf Prozent zugenommen -ruhig und ausgeglichen. Die im Vergleich zur Baumusterreihe W 110 abgesenkte Gürtellinie resultiert in einem lichtdurchfluteten »Glashaus« und in mustergültiger Übersichtlichkeit. Eine über die gesamte Wagcnflanke verlaufende, mit einer Zierleiste besetzte Sicke dient der optischen Streckung. Die jeweils nach hinten flach auslaufenden Radausschnitte gehorchen dem gleichen Zweck und betonen das dynamische Element. Die törichte Mode der kleinen Räder wurde gestoppt: Nach zwei Wagen-Generationen mit 13-Zoll-Rädern erhielt nun auch die Mittelklasse den zeitgemäßeren Felgendurch-messer von 14 Zoll. Ganz abgesehen von einer entscheidenden Verbesserung der Fahrwerks-qualitäten, die noch zur Sprache kommen werden, sehen die Autos mit den größeren Rädern erwachsener aus. Auch der Radstand ist durchaus stattlich: Mit 2.750 Millimetern ist er mit dem der viel größeren Oberklasse-Familie W 108/109 identisch. Die kürzeren Überhänge kommen zweifellos der Optik zugute.
Das Wagendach ist im Vergleich zu den Vorgängern wesentlich flacher gehalten. Die Windschutzscheibe steht so schräg, wie es die aufkommenden Erfordernisse der Aerodynamik und der Zeitgeschmack fordern. Die Fenster der vier Türen sind mit dem Resultat jeweiliger
Dreiecksfenster senkrecht unterteilt: An den Fondtüren ermöglicht diese Lösung ein vollständiges Versenken der Scheiben. An den Vorder-turen dienen die Schwenkfenster - bis zum großen Facelifting des Sommers 1973 - einer wirkungsvollen Sommerbelüftung. Raucher wissen dieses praktische, aber nicht unbedingt einbruchssichere Detail sehr zu schätzen...
In der Frontalansicht der Baureihe W 114/115 wird die Rechteck-Thematik wiederholt. Die klassische Mercedes-Kühlermaske mit ihrer unverkennbaren Symbolwirkung ist noch nicht vom Plastik-Zeitalter vereinnahmt worden, vorläufig noch nicht: Sie besitzt noch ein Metall-Schutzgitter, das durch Chromstäbe in acht Felder unterteilt ist. Bei genauem Hinsehen lassen sich durch dieses Detail die Sechs- von den Vierzylindern unterscheiden: 230 und 250 verfügen - nicht zuletzt wegen des notwendigen höheren Luftdurchsatzes des Kühlers - über einen aus Aluminium-Druckguß gefertigten, weitmaschigeren Grill als ihre geringeren Brüder. Der optische Anklang an das solitäre Ausnahmeautomobil vom Typ 600 ist gewollt und wird spürbar... Die Vier- und Fünfzylinder tragen ein weniger aufwendig gestaltetes, gestanztes Stahlblechgitter mit kleineren Quadraten. Im August 1971 wird die metallene, gleichsam den schwäbischen Maschinenbau symbolisierende Pracht durch ein preisgünstiger herzustellendes Kunststoffgitter ersetzt.
Erstmals ist die traditionelle Kühlerverklei-
/)'/> 200 das der Vorserie, 19(i 7.
Die erste Auflage erfreut sich noch
echter Metallgitter in der Kiihler-
maske.

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