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weitaus peniblere Weise Wert auf die Aerodynamik der Karosserie als auf die der Bierbäuche gelegt. Man hat letzten Endes die Zeichen der Zeit richtig interpretiert und die Endlichkeit fossiler Brennstoffe kapiert.
Im Grunde bietet die Linienführung der Neuen Generation nicht einmal viel Neues: Sie lehnt sich deutlich an die Konturen der ab September 1965 in Produktion gegangenen Doppelbaureihe W 108/109 der Oberklasse - noch ist der Begriff »S-Klasse« nicht geprägt - mit den Modellen 250 S/SE und 300 SE an. Die Familienähnlichkeit ist durchaus gewollt: Nach der Abkehr vom Baukastenprinzip, das bei den Flos-senmodellen mit ihrer Einheitskarosseric in drei verschiedenen Preisklassen und gewissermaßen auf drei sozialen Stufen vom Arbeitstier (200 D)
bis zur Chauffeurlimousine (300 SE lang) eine viel zu weit gehende Übereinstimmung mit sich brachte, will man nicht ins andere Extrem fallen. Ausgeprägte verwandtschaftliche Züge sollen bei aller Eigenständigkeit des stilistischen Konzepts die marktpsychologische Verbindung zur Oberklasse herstellen. Diese Anforderung wird auf geschickte Weise erfüllt.
Im Sinne dieser Identität ist die Neue Generation in den Grundzügen /.war noch immer kantig geraten und die der »Flossenfamilie« eigenen trapezförmigen Flächen sind im Heckbereich noch im Ansatz zu erkennen, aber in der Grobstruktur hat sich das Styling in Richtung Quader bewegt. »Tailfin« wurde zu »squareline«, schreibt das US-Automagazin Road & Track bei der Vorstellung der Strich-Achter. In der Seiten-
Ein Wagen des Vierzylinder-Bau-
musters W 115 - laut Negativ-
Beschriftung ein 200 —, aufge-
nommen im Winter 1967/68 im
Schwarzwald. Copilot dieser Test-
fahrt ist kein Geringerer als
Dr. Joachim Zahn, Sprecher des
Firmenvorstandes und künftiger
Vorstandsvorsitzender.

Zum Vergleich: 280 SE aus der
Oberklasse-Baureihe W 108, die
der S-Klasse voranging. Man
beachte die weitgehende Überein-
stimmung in Silhouette und
Linienfuhrung.

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