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ringfugig »frisiert«: Durch Anheben der Verdichtung leistet der 180b-Motor nun 68 PS, das Aggregat des 190b 80 PS. 'l rot?, verbesserter und ergänzter Ausstattung sind die Preise unverändert geblieben. Während der 190b im August 1961 einem Modellwechsel zum Opfer fallt, wird dem Hundertachtziger die Rolle des Auslaufmodells zuteil: Im Oktober 1962 beschließt er als 180c die Ponton-Ära. Neben Feinabstim-mungsmaßnahmen am Triebwerk ist eine Preiserhöhung die einzige nennenswerte Abweichung zum Vorgänger: Der 180c kostet 650 Mark mehr als der 180b. Kr bleibt mit deutlich weniger als 10.000 gefertigten Exemplaren die Rarität im Reigen der Pontontypen. Insgesamt sind über 208.000 Ponton-Benziner entstanden. Knapp 57 Prozent davon fallen auf die 180er. Dennoch schneiden die 190er in der Relation erheblich erfolgreicher ab, denn ihre Laufbahn ist tun fast vier Jahre kürzer.
Beim Erscheinen des 180 wird auch eine Dieselversion erwartet - schließlich sind 1953 die Hälfte der verkauften Mercedes-Benz-Personenwagen Dieselmodelle, zuletzt der 170 S-D. Auf diesen Auslauttyp hat sich das Käuferinteresse noch bis zum Frühjahr 1954 /.u konzentrieren -dann erscheint der 180 D. Das Vorkammer-Triebwerk - nach wie vor der legendäre O M 636 mit dreifach gelagerter Kurbelwelle - stammt aus dem 170 S-V. 40 PS erlauben 110 km/h. In der Beschleunigung kann ein VW Käfer locker mithalten. Bereits im Herbst 1955 kommen weitere drei PS hinzu, die sich aber eher auf die Laufruhe als auf das Temperament auswirken. Die Hauptabnehmer des 180 Diesel, das Taxi-und Mietwagengewerbe, stört der behäbige Charakter angesichts der noch geringen Verkehrsdichte kaum. Was zählt, ist neben der Wirtschaftlichkeit die schier unglaubliche Lebensdauer, Standfestigkeit und Verläßlichkeit des OM 636. Mitte 1959 wird die Typenbezeichnung analog zur Benzin-Version in 180 Db geändert, was aber triebwerkstechnisch keinerlei Auswirkungen impliziert.
Gegen Ende der fünfziger Jahre vermissen private Fahrzeughalter, die sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auf Langstrecken für den Mercedes-Diesel entschieden haben, zuneh-
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mend ein Leistungsvermögen, das den flotteren und geballteren Verkchrsströmen angepaßt ist. Die Antwort ist der im September 1958 auf der IAA vorgestellte 190 D, der nichts anderes ist als ein 190 mit der aus dem Benzinmotor entwickelten kurzhubigen Vorkammer-Maschine OM 621. Ein Dieselmotor mit obenliegender Nockenwelle verkörpert irgendwie Rasse... 50 PS deuten allerdings weder auf einen Sprinter noch auf einen Schwerathleten hin, sind aber allemal ausreichend für ein Dauertempo von 120 bis 125 km/h. Trotz der Mehrleistung ist der moderne 190 D seinen geringeren Brüdern in puncto Wirtschaftlichkeit überlegen. Mitte 1959 wird er stilistisch zum 190 Db gegiftet, bleibt aber mechanisch unverändert. Im September 1961 läuft die Fertigung des 1,9-Liter-Ponton-Diesel aus.
Der in dieser Reihe eingeführte Dieselmotor OM 621 wird dagegen im Sommer 1961 in den 180 De transplantiert. Allerdings wurde der Hubraum durch »Aufbohren« auf zwei Liter vergrößert. Der 180 De bleibt der Liebling des Droschkengewerbes: Die ausgesprochene Dros-selleistung von 48 PS läßt noch höhere Lebenserwartung erahnen. Als im Oktober 1962 der letzte 180 De vom Band läuft, sind fast 235.000 Ponton-Diesel gebaut worden, 153.000 180er und 82.000 190er. Bei insgesamt rund 443.000 Vierzylindern dieser rundlichen Generation liegt der Dieselanteil bei 53 Prozent und damit um 3,5 Punkte höher als bei den Hundertsiebzi-gern.
ENDGÜLTIG OBERKLASSE? NICHT ALLE.
DIE PONTON-SECHSZYLINDER.
Als der bucklige 220 (W 187) im Frühsom-mer 1954 durch den 220a (W 180) aus dem »Ponton-Baukasten« ersetzt wird, machen schon die Abmessungen deutlich, daß der Sechszylinder zur hier nicht zur Diskussion stehenden Oberklasse aufgestiegen ist: Der Radstand ist gegenüber dem Typ 180 um 17, die Wagenlänge gar um 26 Zentimeter größer. Auch in den Fahrleistungen und im Preis setzt sich der 220a deutlich ab. Der ab März 1956 gebaute 220 S mit 100 PS-, ab Herbst 1957 106 PS-Motor und
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Die »kleine Flosse« als Diesel: 190
De (W 110), September 1961. |
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