|
|
||||||||||||
|
|
|
|
||||||||||
|
|
||||||||||||
|
|
niert die gegenüber dem 170 S geducktere Fahrzeugfront auf außerordentlich geglückte Weise mit dem langen Wagenheck. Diese Eleganz hat ihren Preis: Während die 220 Limousine mit l l .935 Mark zu Buche schlägt, kostet das Cabriolet A mit einem Listenpreis von 18.910 Mark mehr als zwei ausgewachsene Opel Kapitäne oder soviel wie vier Volkswagen Standard-Käfer. Die Krönung des 220-Tarirs ist aber das 22.000 Mark teure Coupe mit Stahlschiebe-dach.
Auch hinsichtlich des Fahrwerks hat sich der 220 nur wenig vom 170 S entfernt. Vorderrad-aufliängung an doppelten Querlenkern, die direkte, aber schwergängige ZF-Roß-Schnecken-lenkung, die Bereifung der Dimension 6.40-15 und die Hinterachse sind identisch - mit Ausnahme der geringfügig längeren Antriebsübersetzung. Bei einem flüchtigen Blick auf die Daten besitzt der Sechszylinder auch die gleiche Bremse wie der weitaus schwächere Vierzylinder. Das täuscht jedoch: Die Bremsfläche ist zwar zunächst die gleiche, allerdings sind die Vorder-radbremsen des 220 in Duplcx-Bauart ausgeführt - die beiden auflaufenden Bremsbacken werden im Gegensatz zur Simplex-Anordnung des 170 S von zwei Zylindern pro Rad betätigt. Nachdem Klagen über unzureichende Bremswirkung der ebenso schweren wie leistungsfähigen Wagen - beispielsweise bei längeren Bergab-rahrten - laut wurden, wird die Bremsanlage
|
|
zum 1. November 1951 gründlich und wirkungsvoll verbessert: Trommeldurchmesser und Belagbreite werden ringsum deutlich vergrößert, die vorderen Radbremszylinder und der Hauptbremszylinder mit erweiterten Innendurchmessern entsprechend angepaßt.
Da der 220 einen kräftigeren Durst hat als sein Aszendent - 14 bis 16 1/100 km sind bei Besetzung mit vier Personen in bergigem Gelände auch bei zurückhaltender Fahrweise realistisch -, wird das Fassungsvermögen des zunächst unverändert vom 170 S übernommenen 48-Liter-Tanks von der Kundschaft heftig kritisiert. Das Tankstellennetz ist noch längst nicht so dicht ausgebaut, daß ein alle 300 Kilometer notwendiges Volltanken ohne weiteres zu akzeptieren wäre. Bereits ab Mitte Oktober 1951 gelangt ein speziell für den 220 entwickelter 65-I.iter-Tank zum Einbau. Fr ermöglicht nun einen Aktionsradius, der dem Charakter des schnellen Reisewagens eher entspricht.
Das Glanzstück des 220 ist aber das brandneue Sechszylinder-1 riebwerk, von dem zwei Jahrzehnte später noch die Strich-Acht-Reihe profitieren wird. Als Mcrcedcs-Benz-Novum ist der Sechser als ausgesprochener Kurzhuber ausgelegt. Die durch eine Duplexkette angetriebene obenliegende Nockenwelle war bisher hochkarätigen Renn- und Sportwagenmotoren vorbehalten. Man denke dabei an das andere Extrem, das noch beim 170 S zu finden ist: an
|
|
||||||||
|
|
Bis Sommer 1952 wiesen die
Kühler der Baureihe 220 (W 187) eine mit einem Chromdeckel ver- schlossene Öffnung fur die Andreh- kurbel auf. Hier ein Cabriolet B. |
|
||||||||||
|
|
||||||||||||
|
|
||||||||||||
|
|
|
|
||||||||||
|
|
||||||||||||