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1951 13.410 Mark, das bildschöne zweisitzige Cabriolet A mit dem langen, erotisch geformten Hinterteil schlägt mit stolzen 16.710 Mark zu Buche.
Anfang 1952 wird der 170 S einer maßvollen Modellpflege unterzogen. Der 170 Sb besitzt einen hypoidverzahnten Achsantrieb und Lenkradschaltung statt four on the tloor. Die Stirnräder des Nockenwellenamriebs werden von einer Doppelrollenkette abgelöst. Das gewiß geräuschlos laufende Novotexrad hatte sich als nicht haltbar genug erwiesen. Trotz der nur geringfügigen Überarbeitung erhält der 170 Sb einen neuen Baumuster-Code: W 191. Gleichzeitig erscheint der 170 DS mit dem 40 PS starken Dieselmotor des 170 Da. Er kostet 10.800 Mark und wird zum charakteristischen RcisevcrtreterAuto der beginnenden Wohlstandsepoche. Im August 1953 endet die Fertigung des 170 S bzw. DS, denn ein ungleich modernerer Nachfolger steht vor der Tür.
Ganz will man sich aber in Untertürkheim noch nicht von den Hundertsiebzigern lösen, die aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und Zuverlässigkeit viele Freunde gewonnen haben, die nicht um jeden Preis einen hypermodernen Wagen fahren wollen. Im Juli 1953 gehen die preiswerten Auslaufmodelle 170 S-V und 170 S-D in Produktion. Das Rezept ist einfach: Man nehme die geräumige, in der Ausstattung vereinfachte Karosserie des 170 Sb und setze sie auf das altehrwürdige Chassis des 170 Vb bzw. Db. Von den Triebwerken bis hin zur nicht mehr zeitgemäßen 16-Zoll-Bereifung stammen große Teile der Technik von der älteren Baureihe. Nur die breitspurige Hinterachse und das mit einer Lenkradschaltung betätigte Vierganggetriebe sind Komponenten aus der 170 S-Fertigung. Der Kraftstoffbehälter ist im Wagenheck untergebracht. Äußerlich sind die vereinfachten Wagen am schlichteren Chromzierat und am hochbeinigen Auftreten zu erkennen. Die Preise liegen in etwa auf dem vom 170 V bzw. 170 D gewohnten Niveau. 8.300 Mark für den 170 S-
Hortschritt: Der Neue ist bei unverändertem Radstand deutlich länger und breiter, aber nur wenig schwerer als das Stammodell. 52 PS ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von 122 km/h. Dank der Bleibronzelager, in denen die Kurbelwelle nun rotiert, hat dieser vom Hersteller angegebene Wert nicht nur bloße theoretische Bedeutung.
Stilistisch orientiert sich der füllige, rundliche 170 S an der letzten Auflage der Vorkriegstype 230 (W 153). Der Tank befindet sich endlich da, wo er hingehört: im Wagenheck. Der Preis der 170 S-Limousine liegt knapp unter 10.000 Mark, etwa auf dem Niveau des größeren, von einem seidenweich lautenden Sechszylindermotor bewegten Opel Kapitän. Die beiden typischen Vertreter der eigentlichen Mittelklasse -Opel Olympia 50 bzw. 51 und Ford Taunus alias »Katzenbuckel« - kosten vergleichsweise rund 6.500 Mark. Auch der Gegenwert eines schlichten Einfamilienhauses läßt sich in einen exklusiven 170 S investieren, denn im Gegensatz zum 170 V weist diese Modellreihe zwei offene Versionen auf: Das viersitzige Cabriolet B kostet
Im Karosseriewerk Sindelfingen
laufen 1950 170 V ,und 170 S
(Mitte und links vorne) miteinan-
der vom Band.

170 S als zweisitziges Cabriolet A.
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