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Bremsen
prüfen. Eventuell vorhandenen Grat vorsichtig mit dem Schaber entfernen. Ist ein Nacharbeiten der Bremsscheibe infolge Oberflächenbeschädigung nötig, so kann die Bremsscheibe feinstgedreht und abgeschliffen werden. Die Bremsscheibe darf vorn nur 0,5 mm, hinten nur bis 0,3 mm nachgearbeitet werden. Jedoch ist ein Mindestmaß von 11,7 mm unbedingt einzuhalten. Vor dem Einbau ist eine nachgearbeitete Scheibe an 6 bis 8 Punkten mit dem Mikrometer zu kontrollieren. Die Stärketoleranz darf 0,03 mm nicht überschreiten. Läßt sich durch Nacharbeiten von Hand der Schlag nicht beseitigen, oder würde beim Nachschleifen die Scheibe schwächer als 11,7 mm, so muß die Scheibe ersetzt werden. Scheibe unter Beachtung der beim Zerlegen gemachten Farbmarkierung ohne Verklemmung aufsetzen. Innensechskantschrauben zur Befestigung der Bremsscheibe auf die Radnabe über Kreuz mit einem Drehmoment von 11,5 mkp anziehen. Vor dem Aufbringen der Radnabe mit Scheibe ist das vordere und hintere Kegelrollenlager mit Wälzlagerfett zu versehen. Der mittlere Raum bleibt ohne Fett. Einstellen des Vorderradspieles (siehe unter Vorderachse). Radkappe mit ca. 20 bis 22 Gramm Wälzlagerfett gefüllt, aufbringen. Kontrollieren, daß die Anlageflächen an der Bremszange und am Achsschenkel frei von Grat und Schmutz sind, dann die Bremszange mit Belägen über die Bremsscheibe bringen und die Sechskant-Paßschrauben mit einem Drehmoment von 11,5 mkp anziehen.
Ausbau, Überholen und Einbau
einer Bremsscheibe

Bremsscheibe an der Hinterachse
Bremsscheiben alle 15000 km auf Riefen und Risse prüfen. Längsriefen bis 0,5 mm Tiefe sind noch zulässig.
Radzierdeckel abnehmen. Abschrauben der Kugelbundschrauben. Zentrierschraube zur Befestigung der Hinterachswellen am Hinterachsflansch lösen. Fahrzeug hinten aufbocken. Rad abnehmen. Ausbau der Bremszange. Zentralschraube ausschrauben und die Bremsscheibe vom Hinterachswellenflansch bei gelöster Feststellbremse abnehmen. Eine festsitzende Bremsscheibe ist mit Gummihammerschlägen zu lösen. Anlagefläche der Bremsscheibe und des Hinterachswellenflansches prüfen, gegebenenfalls vorhandenen Grat vorsichtig mit dem Schaber entfernen. Bremsscheiben bei etwa 0,5 mm tiefen Riefen auf der Scheibenfläche oder der Fläche der Feststellbremse kontrollieren. Die Bremsscheibe ist normal 10,0 mm stark, falls ange-
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Staubkappe auf den Kolben und das Gehäuse aufbringen. Klemmring einsetzen. Sechskant-Paßschraube zur Befestigung der Bremszange am Radträger der Hinterachse mit 8,0 mkp anziehen.
Ausbau, Überholen und Einbau
einer Bremsscheibe

Bremsscheibe an der Vorderachse
Bremsscheiben alle 15000 km auf Riefen und Risse prüfen. Längsriefen bis 0,5 mm Tiefe sind noch zulässig. Sonst Ausbau der Bremszange (Siehe Seite 116).
Radkappe mit der Vorrichtung 000 589 91 33 von der Vorderradnabe abziehen. Imbusschraube der Klemmscheibe lösen. Kiemmutter mit Scheibe vom Achsschenkel abnehmen. Vorderradnabe mit Bremsscheibe abziehen, falls nötig, dazu die Vorrichtung 136 589 15 33 00 verwenden. Für den Fall, daß die Bremsscheibe wieder verwendet werden kann, ist ihre Stellung zur Vorderradnabe mit einem Farbstrich zu markieren. Vorderradnabe in den Schraubstock spannen (Aluminiumbacken). Die Innensechskantschraube, mit der die Bremsscheibe auf der Vorderradnabe befestigt ist, ausschrauben. Anlagefläche der Bremsscheibe an Scheibe und Nabe über-
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Bild 217 Vorderachsbr«m»scti«ib» im Schnitt
1 Bremsschaibe
2 Bremszange
3 Sechskant-Paßschraube
4 Sicherungsblech
5 Abdeckblech
6 Achsschenkel
7 Abdichtung
8 Kegelrollenlager
9 Innensechskantschraube mit
Federring

10 Vorderradnabe
11 Kegelrollenlager
12 Scheibe
13 Klemm-Mutter
14 Radkappe