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sie mehr Komfort- als Sicherheitsfunktion besaßen. Im Herbst 1972 wird die halbmechani-sche Zeituhr mit dem überaus anfälligen elektrischen Aufzug durch eine Quarzuhr ersetzt.
Zum Genfer Salon im März 1973 zieht man in Sachen Sicherheit nochmals einige Register: Vordere Automatik-Sicherheitsgurte und Nackenstützen werden in den Wochen danach in den serienmäßigen Lieferuinfang übernommen. Damit ist Mercedes-Benz, der erste deutsche Automobilhersteller und einer der wenigen weltweit, die die Aufrollautomatik serienmäßig vorsehen. Ein dick umschäumtes Vierspeichen-Sicherheitslenkrad mit breiter Prallplatte mit integrierten Signaltasten ersetzt das klassische Steuerruder mit seinen zwei Speichen, dem dünnen Kranz und dem abgeflachten verchromten Signalring. Klar, man mußte den Anforderungen eines veränderten Sicherheitsdenkens gerecht werden - aber das alte Lenkrad war um ein Vielfaches schöner.
Zur umfassendsten Modellpflege-Maßnahme - die Verkäufer sprechen von der »Mopfzwei« -, die ein regelrechtes Facelifting darstellt, kommt es im August 1973. Heutige Liebhaber und Hobbyhistoriker sprechen - wohl mit Recht,
wenn auch inoffiziell - von der »Serie 2« des Strich-Acht. Der Fachpresse wird die veränderte, um einen Typ (240 D) ergänzte und in einem weiteren Fall (230.4 löst 220 ab) technisch aufgefrischte Modellpalette vom 6. bis zum 10. August 1973 in regelrechten Festtagen auf dem Motodrom von Hockenheim präsentiert. Die Wagen sind dieses Mal auch in der Außenstilistik deutlich überarbeitet worden. Sie heben sich trotz vertrauter Umrisse ohne weiteres von der »Serie l« ab. Am stärksten fällt die abgewandelte Frontansicht auf: Die Kühlermaske ist um zehn Zentimeter breiter und niedriger geworden, die Motorhaube dadurch flacher. Der rosettenartige Sockel des Dreizacksterns ist zierlicher. Die Stoßstange ist nun auch bei 250, 280 und 280 E einteilig ausgeführt. Darunter ist im analog zur S-Klasse W l 16 neu geformten vorderen Windleitblech eine breite, fischmaulartige Kühlluft-Eintrittsöffnung plaziert, deren Kunststoff-Querlaniellen mattschwarz. ausgeblendet sind. Der bisher unter der Stoßstange hängend angebrachte Nummernschildträger ist an die Stoß-stangenmitte gewandert. Vor allem von vorne fallen die neuen Außenspiegel - rechts auf Son-derwunsch - ins Auge: Sie sind um vieles größer
Der Nachfolger, aufgelegt im
Februar 1976: Baureihe W 123,
Typen 200 D bis 250 mit Doppel-
scheinwerfern statt der recht-
eckigen Leuchteinheiten, die zu-
nächst den Spitzenmodellen 280
und 280 E vorbehalten bleiben.

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