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tungsfahrzeuge und nicht wenige »zivile« Kombis her. Man erinnere sich: Der ursprünglich fest in die Modellpalette eingeplante werksseitige Strich-Acht-Kombi erreicht noch das Stadium des Fahrversuchs - dann wird die Entwicklung aus Grunden der Fertigungskapazität eingestellt. Man überläßt das Feld den Unabhängigen, die
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dabei aber mehr oder minder unauffällig, im großen und ganzen aber wohlwollend überwacht werden. Ausschließlich auf Bestattungswagen sind Conrad Pollmann in Bremen und Fugen Rappold im rheinischen Wülfrath spezialisiert.
Bei den ausländischen Spezialkarossiers sind zwei Genres zu unterscheiden — diejenigen, die mit Daimler-Benz in direkter Verbindung stehen und die werksseitig nicht unterstützten »Autonomen«. Zur ersten Gruppe zählt natürlich die hundertprozentige Tochter Mercedes-Benz Argentina S.A., die einen hübschen 220 D/8-Pick-up baut. Anerkannt sind aber auch IMA N.V. in Mechelen in Belgien und die weniger bekannte portugiesische Firma C. Santos S.A.R.I.. in Lissabon. Mit ihnen tut man sich nicht schwer, denn beide sind offizielle Merce-des-Benz-Generalvertreter. Beide bauen auf Basis des Baumusters W l 15 Kombis für den privaten Gebrauch. Diese Fahrzeuge entstehen
den meist zusammen mit lose beigefügten Karosseriekomponenten wie Rohbautüren und Seitenteilen im Kundenauftrag an die Aufbauhersteller geliefert. Auf diesen Fahrgestellen — so werden sie offiziell in der Mercedes-Benz-Baumusterliste geführt, obwohl 1953 die selbsttragende Karosserie eingeführt wurde - entstehen meist Krankenwagen und Bestatter. Bis November 1976 werden davon nochmals 3.389 Stück übergeben. Der Dieselanteil liegt hier mit 60 Prozent deutlich niedriger als bei den Lang-Limousinen, aber immer noch höher als bei den Serienwagen (49 Prozent).
Aber auch von der Normalversion mit 2.740 Millimeter Radstand werden nicht wenige Fahr-zcugsätze ausgeliefert, die vom Hersteller als Chassis für Krankenwagen (2.570 Exemplare) einerseits und für Sonderautbauten (903 Einheiten) wie Bestattungsfahrzeuge, Kombis oder gar Pick-ups andererseits unterschieden werden. Sie werden allerdings nur an Aufbauhersteller abgegeben, die von Daimler-Benz anerkannt sind und keine Sicherheitsrisiken hinsichtlich Achslasten und zulässigem Gesamtgewicht darstellen. Im wesentlichen handelt es sich dabei um inländische Karossiers: Christian Miesen in Bonn und Binz & Co. in Lorch/Württemberg stellen in erster Linie Ambulanzen, aber auch Bestat-
Die geschäumte Bugpartie des ESF
13 verbirgt das V6- Triebwerk, ein
Einzelstück mit 2,8 Liter Hub-
raum und elektronisch gesteuerter
Einspritzung.

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