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sen Hektik. Natürlich kann man diese Nervosität auch mit »Spritzigkeit« umschreiben. Aus dem durchaus nicht lahmen, aber doch mehr hausbackenem 250er ist ein regelrechter Feuervogel geworden...
Aber - wo viel Licht ist, da werden auch kräftige Schatten geworfen: Die D-Jetronic gilt zwar gegen Ende der sechziger Jahre als ausgereift und großserientauglich — von einer Haltbarkeit, wie man sie einem Qualitätsprodukt nun einmal konzediert, und von hundertprozentiger Zuverlässigkeit kann jedoch noch keine Rede sein. Auch die in Huropa nur vage festgelegten Abgasnormen werden nur vorübergehend erfüllt, ein Nordamerika-Export der Einspritzversion findet ohnehin nicht statt. Als die Emissionsvorschriften konkreter werden, wechselt man - bei den Baureihen W 123 und W 116 - in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre zur anpassungsfähigeren mechanischen K-Jetronic über.
Nahezu unerhört - selbst zu einer Zeit, als noch niemand vom märchenhaft genügsamen Dreiliterauto zu träumen wagt - ist aber die Gefräßigkeit der computergesteuerten Einspritzversion: Wer im Mittel einen Konsum von 16 l/ 100 km unterschreiten will, muß das Gaspedal schon sehr feinfühlig behandeln. Bei weiterge-
hendem Ausspielen des Leistungspotentials sind Verbrauche jenseits von 20 1/100 km leider alles andere als graue Theorie. Der 65-Liter-Tank wird da sehr schnell als ungenügend empfunden - bei flotter Langstreckentätigkeit jagen sich geradezu die Boxenstopps. Angesichts dieser Gier
»Bordcomputer«: Die Rechnereinheit der elektronischen Steuerung der D- Jetronic.
Wenn ich einmal groß bin...
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