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Drosselklappe im Ansaugtrakt ist weggefallen, weil der OM 617 eine neue Eünfstempel-Ein-spritzpumpe mit mechanischer statt der bei den Vierzylinder-Dieseln verwendeten pneumatischen Steuerung, die sich ausschließlich an den Druckverhältnissen im Saugrohr orientiert, erhalten hat. Die Regelung der Einspritzmenge erfolgt jetzt direkt durch das Gaspedal. Die Kur-belwellen- und Nockenwellenlager schließlich wurden großzügiger dimensioniert.
Endlich wurde der Starrvorgang dem Stand der Technik angepaßt, wenn auch die »Rudolf-Diesel-Gedenkminute« - die je nach Außen-und Kühlwassertemperatur 20 Sekunden bis über eine Minute dauernde Vorgluhspanne -noch lange nicht abgeschafft ist: Die von den Vierzylinder-Dieseln gewohnte Fummelei mit einem ungünstig plazierten Schalter ist - analog zum Starten eines Benzinmotors - durch die logische Betätigung mit dem Zündschlüssel ersetzt worden. Der Leerlaufversteller muß allerdings noch immer bedient werden. Sonst ist alles ganz einfach: In Schlüsselstellung 2 wird das Vorglüh-Relais in Funktion gesetzt. Beim Erlöschen der elektronischen Vorglüh-Kontrolleuchte im Tachometer, die beim 240 D 3.0 den guten alten »Gluhhwachter« ersetzt, wird der Schlussel zum Anlaßvorgang weitergedreht. Zum Abschalten des Motors genügt es, den Zündschlüssel auf Stellung 0 zurückzudrehen. Ganz traut man der
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Elektrik jedoch noch nicht: Für den Fall, daß der Motor trotz Schlüsseldreh weiterläuft, ist ein mechanischer Notstopp-Schalter im Motorraum zu betätigen.
Die Antriebsübersetzung wurde gegenüber dem 240 D mit l :3,46 noch einmal verlängert -der Fünfzylinder kann es durchaus vertragen! Er läuft im Vergleich zu den Vierzylinder-Dieseln weitaus kultivierter und schmiegsamer, im ganzen ruhiger und mit deutlich geringeren Lastwechselreaktionen in Form von Ruckein und Rütteln. Spätestens jetzt hat der Personenwagen-Diesel seine Emanzipation erreicht: Erstmals beschleunigt ein Serien-Diesel aus dem Stand auf 100 km/h in einer Zeit unter 20 Sekunden - das Werk gibt für diese Spanne 19,9 Sekunden an, die jedoch in der Praxis um mindestens zwei Sekunden unterboten werden. Der 240 D 3.0 wird jedenfalls seiner Spitzenrolle gerecht: Er hängt spontaner am Gas als jemals ein Mercedes-Diesel vor ihm. Auf alle Fälle ist ein Diesel, der eine Höchstgeschwindigkeit um die 150 km/h erreicht und aus dem Stand in 17,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und damit fast zehn Sekunden schneller sprintet als der 240 D (von auto motor und sport ermittelte Testwerte), absolut ernstzunehmen. Da akzeptiert man auch den Testverbrauch von 12,4 1/100 km. Die sprichwörtliche Untermotorisierung der Diesel-Personenwagen ist endgültig passe.
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Ein im Alltagseinsatz befindlicher
240 D 3.0 in Sudwestfrankreichi, April 1999. Die Zahl 24 auf dem Nummernschild steht fur das Departement Dordogne. |
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