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- die Benzinmodelle 200 bis 280 E
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DIB VIERZYLINDER-BENZINER (W 115) 200 UND 220
Die beiden Vierzylinder mir traditionell du-plexkettengetriebener, obenliegender Nockenwelle, mit denen die Neue Generation in den Modellen 200 und 220 startet, sind auf der Basis der im Vorgängermodell verwendeten Zweili-ter-Maschine des Baumusters M 121 entstanden. Der ohc-Vierzylinder ging bereits 1955 unter dem gleichen Entwicklungscode im Roadster 190 Sl. in Serie und stellte damals mit einem Drehzahlniveau von 6.000/min eines der modernsten Triebwerke dar, dem selbst eine gewisse Sportlichkeit nicht abzusprechen war. Die neuen Strich-Acht-Motoren wurden in derartigem Umfang weiterenrwickelt, daß man einen veränderten ('öde (M l 15) - den beide Varianten erhielten - für gerechtfertigt hielt. Der Zwei-liter-Block hat die gleichen Zylinderabmessun-gen wie der M 121. Für den 220 wurde der Kolbenhub bei unveränderter Bohrung (87 Millimeter) durch Einbau einer anderen Kurbelwelle um 8,8 Millimeter auf 92,4 Millimeter vergrößert. Dadurch entstand ein ausgesprochener Lang huber mit arttypisch drehmomcntstarkcr Auslegung, während Drehfreudigkeit und l.aufruhe nicht /.u seinen Stärken zählen. Im Laufe der nächsten Jahre wird dem 220-Aggre-gat durch Feinabstimmungs-Maßnahmen einiges von seiner Rauheit und Bärbeißigkeit genommen. Es läuft kultivierter, laut bleibt es dennoch. Ab Mitte 1968 wird ein Ölkühler montiert. Ganz ist dem 220 der Hang zu übermäßigem Olkonsum nicht abzugewöhnen.
Gegenüber dem 200 (15,9 mkg bei 2.800/min) wuchtet der 2,2-I.iter bei gleicher Nenndrehzahl 18,2 mkg auf die Kurbelwelle -ebensoviel wie der feine Sechszylinder des 230, der dafür 800 Umdrehungen mehr benötigt. Der Zweiliter wirkt deutlich laufruhiger und elastischer als im Vorgänger, der Motor des 220 übertrifft ihn dennoch an Geschmeidigkeit, zeigt sich aber beim Beschleunigen ausgeprägt brummig und im oberen Drehzahlbereich gar drehunwillig - kein Wunder bei einer mittleren Kolbengeschwimdigkeit von 18,4 m/s. Bei 5.000/min gibt der größere Vierzylinder 105 PS
ab, während der Zweiliter bei gleicher Nenn-drehzahl unverändert 95 PS leistet - allerdings um 200 Umdrehungen früher.
Die Modifikationen dienen zunächst einer
weiteren Steigerune der Standfestigkeit und der
220 (W 115) in Brüssel,
Aufnahme 1968.

Typ 220 1968 auf Moselfahrt.
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