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kann womöglich trostreich sein, daß gut gehende, nach oben streuende Exemplare des 250 CE die magische Spitze von 200 km/h durchaus knapp streicheln dürfen und in rund 10 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprinten. Das Fachmagazin auto motor und sport ermittelt bei einem mit Fünfgang-Getriebe ausgerüsteten 250 CE-Testwagen eine Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h, eine Null-auf-l00-Zeit von "l 0,9 Sekunden - und dokumentiert mit einem durchschnittlichen Testverbrauch von 19,8 1/100 km unmäßigen Durst, zumal die Verbrauchsspitzen über 22 1/100 km liegen.
Wer die Eleganz des W 114-Coupes nicht unbedingt mit sportivem Landstraßen-Auftritt paaren will, ist mit dem 250 C bestens bedient. Die Motorisierung ist mit derjenigen der Li-mousine identisch, d.h. die zweimal per Zenith 35/40 INAT gespeiste Vergaser-Maschine der Bauart M 114 leistet 130 PS bei 5.400 Touren -genug für zu jener Zeit durchaus ansehnliche und auch für das Stammtisch-Prestige ausreichende 180 km/h. Für den Export in die Vereinigten Staaten wird der 250 C allerdings zunächst ausnahmslos mit dem 140 PS leistenden M 130 des S-Klasse-Vorläufers 280 S ausgerüstet, um den Leistungsabstand zum nicht
importierten 250 CE zu vermindern. Das US-Fachblatt Road & Track testet einen solches Auto und stellt eine Spitze von 184 km/h fest. Der Wagen beweist mit einer Beschleunigungs-zeit von 13,6 Sekunden für die Spanne von null bis 60 mph (96 km/h) trotz Automatikgetriebe mit hydraulischer Kupplung kein sonderliches Temperament.
Ab Mai 1972 wird die Leistung des 2,8-Eiter-Triebwerks bei einem von 9,0:1 auf 8,7:1 abgesenkten Verdichtungsverhältnis auf 130 PS gedrosselt, die bereits bei einer Drehzahl von 5.000/min bereitstellen. Diese Version des 250 C ersetzt nun auch auf den europäischen Märkten und im Mutterland grundsätzlich den 2,5-l.iter-Vortrieb — ohne etwa auf eine komplizierte Typenbezeichnung — wie sie gerade bei Daimler Mode wird — wie »250 C 2.8« hören zu müssen.
Auch die 'läge des 250 CE sind gezählt: Ebenfalls im Mai 1972 wird er - übereinstimmend mit der erweiterten Motorisierung der Li-mousinen - durch die beiden dohc-Sechszylin-der 280 C (160 PS bei 5.500/min) und 280 CE (185 PS bei 6.000/min) ersetzt. Zusammen mit dem »normalen« 250 C mit sohc-Aggregat befinden sich nun drei 2,8-Liter-Versionen mit stark gestreutem Leistungspegel im Verkaufspro-
Ein 250 C vom Juli 1971 mit den
eigentlich ausschließlich für die
Baureihe W 108/109 und die
280/8-Modelle als Sonderausstat-
tung lieferbaren Fuchs-Schmiede-
felgen - offensichtlich ein Versuchs-
muster.

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