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Neuerungen ob Oktober 1969, aus der »Serie 0,5« wird die »echte Serie l«. Eine trotz mäßiger Reproduktionsqualität außerordentlich informative
Werkszeichnung.
teile unterscheiden sich oft nicht durch die eigentliche Bestellnummer, sondern nur durch eine nachgestellte Farbnummer, die aufwendig entschlüsselt werden muß. Auf der Fahrzeug-Datenkarte befindet sich eine dreistellige Nummer z.B. 062 (Stoff blau, Serie 1,5 und 2). In einem etwa 500 Seiten starken Wälzer kann man dann nachblättern, daß die Fahrerarmlehne in »5020 blau« bestellt werden muß. Früher oder später erledigt sich das Farbproblem sowieso von selbst, weil vieles nicht mehr lieferbar ist. Die ansonsten hervoragende Versorgung mit Blech- und Technikteilen beim örtlichen Merce-des-Händler hat einen kleinen Schönheitsfehler na-
mens »replaced by«. Mercedes behält grundsätzlich nur die jeweils neueste Version eines Teiles auf Lager, was kaufmännisch logisch ist und vielfach eine technische Verbesserung darstellt. Oft muß man als Originalitätsfetischist aber heftig nachbessern. Das Heckabschlußblech zum Beispiel gibt es seit Einführung des Coupes nur noch mit der breiten Auspuffausspaarung; seit Mai 1973 ist die Sicke unterhalb der Stoßstange durch die Anschraubflächen für die Serie 2-USA-Stoßstange unterbrochen. Die originalgetreue Restaurierung eines 68ers ist also etwas für Blechkünstler. Die größte »Freude« bereiten in diesem Zusammenhang aber ungeschlagen
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