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Chrashtest 1967: Die Knautschzone nimmt mustergültig Energie auf, die Sicherheitszelle bleibt in Form.
mit den Flossenmodellen und schlug über die Festlegung des neuen Konzepts in den Jahren 1963/64 den Bogen hin zur Entwicklung und Erprobung der Baureihe. Vor der Halle standen die zwölf verschiedenen (darunter sechs ganz neue) Fahrzeugtypen zum Probefahren bereit. Und das tat die versammelte Journaille auch ausführlich: Über fünf Stunden lang scheuchten die Profi-Tester die Neuentwicklungen über eine hervorragend präparierte Rundstrecke. Die Begeisterung war einhellig, die kompakten neuen Karosserien kamen gut an. Die Fahreigenschaften seien mit denen eines guten Sportwagens vergleichbar, das Fahrverhalten in Kurven sei selbst bei scharfer Fahrweise neutral, die Richtungsstabilität über jeden Zweifel erhaben und die Fahrzeuge auch ohne Servolenkung handlich. Damit wurden die Eindrücke einiger handverlesener Motorjournalisten bestätigt, die schon wenige Wo-
Fachpresse, auf deren Wohlwollen jeder Automobilhersteller angewiesen ist, hatte ausgehandelt, daß sie vor der Kundenauslieferung ausführlich Gelegenheit zur Erprobung erhalten sollte. Der feierliche Augenblick für die Presse kam am 9. Januar 1968 in Sindelfingen. Dr. Joachim Zahn, Sprecher des Vorstands der Daimler-Benz AG, leitete die offizielle Pressevorstellung der neuen Generation mit folgenden Worten ein: »Mit diesem 15 Modelle umfassenden Programm beginnt ein wichtiger neuer Abschnitt in der Entwicklung unseres Hauses, dessen Bedeutung über die in den Jahren 1959 und 1961 erfolgte Einführung der bekannten Mercedes-Benz Linie noch hinausgeht!« Anschließend erläuterte Vorstandsmitglied Dr. Hans Scherenberg die technische Konzeption der neuen Fahrzeuge des Programms vom Typ 200 bis zu den Typen 300 SEL und 600. Dabei blendete er weit zurück, begann
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