book0000 - 0029-1.jpg
Das Projekt wurde nach diesem völlig unbefriedigenden Zwischenergebnis für ein Jahr auf Eis gelegt.
eine neue Baureihe genehmigt worden war. Wilfert und seine Mannen waren mit ihrer eigenen Arbeit an der umgestrickten S-Flosse selbst derartig unzufrieden, daß sie unter Beibehaltung der Bodengruppe den 108 kreierten, der bei der entscheidenden Vorstandsbesichtigung wie zufällig aus der Styling-Werkstatt herbeigerollt wurde. Weil das, was im April 1963 vom l 14/1 l 5 zu sehen war, nicht überzeugen konnte, wurde das Projekt erst einmal für ein Jahr auf Eis gelegt - kein Problem, denn die Auftragsbücher waren voll. Insbesondere die »kleinen« Flossenmodelle erfreuten sich großer Beliebtheit.
Nach dieser schöpferischen Pause liefen die Arbeiten am 6. April 1964 wieder mit voller Kraft. Der Vorstand betonte noch einmal die Einordnung in das Typenprogramm als Ersatz der Mittelklasse, und nicht als deren Ergänzung. Ein Typ unterhalb dieser Fahrzeuge solle, wenn überhaupt, dann nicht mit dem Mercedesstern, sondern unter anderem Namen (Audi!) gebaut und angeboten werden.
Das Styling der l 14/1 15 Prototypen näherte sich inzwischen mehr und mehr der schlichten und ebenmäßigen S-Klasse an, die kurz vor ihrem Debüt stand. Im Juni 1964 hatte das Modell erstmals stehende Rechteck-Scheinwerfer, die allerdings noch
29